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eidg. Jodlerfest Davos 2014 
Tongebung

Wohlklingend, tragend und warm. Der Chorklang kling ausgeglichen, rund. Vor allem die sonoren Bässen fallen im Jodelbegleit positiv auf und erzeugen hier ein resonanzvolles Fundament. Dank beherschter Jodeltechnik gelingen die vielen Sechszentel-Läufe einwandfrei. Vereinzelnt erklingt die 2. Jodelstimme in den tiefen Lagen glanzlos, stumpf.

Aussprache

Taugwalders Text wird sehr prägnant artikuliert. Der schöne Walliserdialekt bleibt während des gesamten Vortrags hindurch dank scharfen Konsonanten und richtig betonten Klingern gut berständlich. Im Jodelteil gefällt die abgestimmte und abwechslungsreiche Vokalisation der Jodlerinnen.

Harmonische Reinheit

Der Chor intoniert mit präzisen Tonsprüngen, singt partiturgetreu und stabil. Das harmonische Klangbild wird stets gewahrt, die Stimmführung ist sicher und klar.

Rhytmik

Die präzisen Einsätzen gefallen. Deutlich spürbare Metrik. Die Tempowahl innerhalb der einzelnen Melodiebogen ist treffend. Die Atemzäsuren in den LT 4 und 11 geraten zu lang. Ebenfalls die Fermaten in LT 8 und JT 6 (1./2.Str) werden überdehnt, so dass sie den Melodienfluss an diesen Stellen hemmen.

Dynamik

Der Spannungsaufbau ist sinnvoll gestaltet und so entstehen bewusst gesetzte musikalische Höhepunkte. Mittels aussagekräftiger Textinterpretation und wohldosierten Melodiebogen gelingt der Vortrag lebhaft und natürlich.

Gesamteindruck

Wir spüren regelrecht, wie der warme Herbstwind durch die reihen des Vortragssaals weht. Eine natürliche und gelungene Darbietung, mit viel Engagement und Überzeugung vorgetragen.


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Lied

Herbschtwind

Felix Schmid

Klasse 1

(c) 2009 BRIG BELALP TOURISMUS